
Über uns
Wer wir sind
Die Plattform Migration ist ein Zusammenschluss von engagierten Menschen und Organisationen aus der Zivilgesellschaft und ist als gemeinnütziger Verein organisiert.
Wir setzen uns für eine menschliche, faire und nachhaltige Migrations- und Flüchtlingspolitik ein.
Durch Öffentlichkeitsarbeit und Bildungsangebote möchten wir Bewusstsein schaffen – für mehr Verständnis, Respekt und Zusammenhalt.
Wofür wir stehen
Wir sind überzeugt: Jeder Mensch hat das gleiche Recht auf Würde, Freiheit und Teilhabe.
Wir möchten zeigen, dass Migration und Vielfalt eine Stärke sind – für Kärnten und für die ganze Gesellschaft.
oder
Gemeinsam wollen wir zeigen: Migration ist etwas Selbstverständliches in unserer globalisierten Welt.
Unser Ziel:
Gemeinsam lernen, verstehen und handeln –
für ein offenes, gerechtes und respektvolles Miteinander in Kärnten und darüber hinaus.

Was wir tun
Wir organisieren Veranstaltungen, Bildungsangebote und Aktionen
Wir stehen für Vernetzung und Austausch von NGOs und Einzelpersonen in Kärnten und darüberhinaus sowie mit Vertreter*innen aus Politik und Verwaltung
Wir kooperieren mit Bildungseinrichtungen, Fachhochschulen und Universitäten
Wir zeigen Missstände auf und suchen gemeinsam nach Lösungen
Wir setzen ca. alle 2 Jahre neue Schwerpunkte in unserer Arbeit
Wir treffen uns regelmäßig – online und in Präsenz.
Willkommen sind Menschen, die sich politisch und gesellschaftlich engagieren möchten – mit und ohne Migrationserfahrung.
Melde dich bei uns!



Auf unserer Website findest du:
- Wissen und Informationen über Themen wie Flucht, Migration und Rassismus
- Werkzeuge und Materialien, um selbst aktiv zu werden und andere zu informieren
Was ist Sprache?
Sprache ist weit mehr als nur Worte. Sie ist eines der mächtigsten Werkzeuge, die uns als Menschen zur Verfügung stehen – ein System aus Lauten, Wörtern und Regeln, mit dem wir kommunizieren, Gedanken ausdrücken und Bedeutungen austauschen.
Sprache formt unsere Realität. Sie beeinflusst, wie wir die Welt wahrnehmen, wie wir denken und wie wir handeln. Die Worte, die wir verwenden, prägen unsere Entscheidungen und unsere Beziehungen zu anderen Menschen. Sprache verbindet uns – aber sie kann auch ausgrenzen und trennen.
Ohne Sprache gäbe es keine Kultur, keine Wissenschaft, keine Geschichten und keine Gesellschaft, wie wir sie kennen. Sie ermöglicht es uns, Wissen von Generation zu Generation weiterzugeben und gemeinsam an der Gestaltung unserer Welt zu arbeiten.


Sprache durch die Geschichte
Macht und Rhetorik
Schon in der Antike erkannten Philosophen wie Aristoteles die Macht der Sprache. Die Rhetorik – die Kunst der überzeugenden Rede – wurde zur Wissenschaft. Im Mittelalter bedeutete die Kontrolle über Sprache und Schrift Zugang zu Wissen und Macht. Wer lesen und schreiben konnte, hatte gesellschaftlichen Einfluss.
Kulturelle Vielfalt
Die Art zu kommunizieren ist tief in der jeweiligen Kultur verwurzelt. Während in westlichen Kulturen direktes Sprechen geschätzt wird, hat in vielen asiatischen Kulturen die Pause – das Unausgesprochene – einen hohen Stellenwert. Sprache trägt immer die Werte und die Geschichte einer Kultur in sich.

Sprache und Einfluss heute
In der Politik
Politische Sprache ist strategisch. Durch Framing – das bewusste Einrahmen eines Themas – wird beeinflusst, wie wir über ein Thema denken. „Klimawandel“ oder „Klimakrise“? „Flüchtlinge“ oder „Geflüchtete“? Jede Wortwahl transportiert eine bestimmte Haltung.
Politische Rhetorik arbeitet mit Emotionen, Wiederholungen und dem strategischen Einsatz von „Wir“ und „Die anderen“. Sie kann verbinden – oder spalten.
In den Medien
Schlagzeilen entscheiden, welche Nachrichten gelesen werden. Bilder transportieren Emotionen unmittelbar. Die Kombination aus Bild und Text schafft mächtige Botschaften, die unsere Wahrnehmung prägen.
In sozialen Medien hat sich eine neue Sprachkultur entwickelt: schnell, emotional, oft polarisierend. Algorithmen belohnen Inhalte, die starke Reaktionen hervorrufen – sachliche, differenzierte Beiträge gehen oft unter.
In der Werbung
Werbung nutzt Sprache, um Bedürfnisse zu wecken, die wir vorher nicht hatten. Sie arbeitet mit Emotionen statt Fakten, mit Geschichten statt Produkteigenschaften. Begriffe wie „premium“, „nachhaltig“ oder „exklusiv“ transportieren Werte, die über das Produkt hinausgehen.
Sprache und Identität
Dialekt als Heimat
Unser Dialekt ist wie ein sprachlicher Fingerabdruck. Er verrät unsere Herkunft, unsere Geschichte, unsere Gemeinschaft. Doch nicht alle Sprechweisen werden gleich bewertet – Dialekte werden oft als „weniger gebildet“ wahrgenommen, was zu gesellschaftlichen Nachteilen führen kann.
Bereits Kinder lernen oft sehr früh, in welchem Kontext welche Sprache (Hochsprache oder Dialekt) gesprochen werden „darf“.
Diese Unterschiede zeigen: Sprache ist nicht nur ein neutrales Werkzeug. Sie trägt die Werte, die Geschichte und die Weltanschauung einer Kultur in sich.
Geschlecht und Sprache
Sprache ist nie geschlechtsneutral. Das generische Maskulinum macht Frauen und nicht-binäre Personen unsichtbar. Studien zeigen: Bei „Ingenieure“ oder „Ärzte“ denken die meisten zuerst an Männer. Geschlechtergerechte Sprache zielt darauf ab, alle sichtbar zu machen.
Mehrsprachigkeit und Akzent
Für mehrsprachige Menschen ist Sprache besonders identitätsstiftend. Jede Sprache transportiert eigene Denkweisen und emotionale Assoziationen. Ein Akzent kann Türen öffnen oder verschließen – oft abhängig von Vorurteilen und Machtstrukturen.

Ungerechtigkeiten durch Sprache
Sprache kann diskriminieren – durch abwertende Begriffe, durch Stereotypen, durch Unsichtbarmachung. Sie reproduziert rassistische, sexistische und ableistische Strukturen, oft unbewusst.
Dialekt, Akzent, Wortwahl und Grammatik werden gesellschaftlich bewertet und führen zu realen Vor- oder Nachteilen. Wer die Mechanismen sprachlicher Diskriminierung erkennt, kann bewusster damit umgehen.


Gemeinschaft: Verbinden oder Ausschließen?
Sprache schafft Gemeinschaft – aber sie grenzt auch aus. Wer die gleiche Sprache spricht, fühlt sich verbunden. Wer sie nicht beherrscht, bleibt außen vor.
Insider-Sprache stärkt Gruppenzugehörigkeit, schließt aber gleichzeitig andere aus. Die Frage ist: Welche Gesellschaft wollen wir sein? Eine, in der Sprache trennt – oder eine, in der Sprache Brücken baut?

Die digitale Zukunft der Sprache
Das Internet hat unsere Kommunikation revolutioniert. Wir schreiben mehr als je zuvor – aber anders: schneller, informeller, visueller. Emojis, Memes und GIFs sind heute fester Bestandteil unserer Sprache.
Diese Entwicklung ist kein Sprachverfall, sondern Sprachwandel. Junge Menschen beherrschen verschiedene sprachliche Register und passen ihren Stil dem Kontext an.
Die Herausforderung der Zukunft: Können wir globale Verständigung ermöglichen, ohne sprachliche Vielfalt zu verlieren? Können wir Sprache als Werkzeug der Verbindung nutzen, statt als Waffe der Ausgrenzung?
Quellen
Demarmels, S., & Schaffner, D. (2011). Gendersensitive Sprache in Unternehmenstexten. In S. Demarmels & W. Kesselheim (Hrsg.), Textsorten in der Wirtschaft (S. 98–120). VS Verlag für Sozialwissenschaften. https://doi.org/10.1007/978-3-531-94041-0_7
Elsen, H. (2020). Gender – Sprache – Stereotype: Geschlechtersensibilität in Alltag und Unterricht (1. Aufl.). utb GmbH. https://doi.org/10.36198/9783838553023
Fix, U. (2022). Macht und Widerständigkeit durch Sprache. Frank & Timme GmbH. https://doi.org/10.57088/978-3-7329-9198-3
Hubig, C. (1984). Sprache und Macht. Universität Stuttgart. https://doi.org/10.18419/OPUS-7699
Knappik, M., & Ayten, A. C. (2020). Was ist die beste Sprache? Zur Rassismusrelevanz der Ungleichmachung von Sprachen. In K. Fereidooni & N. Simon (Hrsg.), Rassismuskritische Fachdidaktiken (S. 233–265). Springer Fachmedien Wiesbaden. https://doi.org/10.1007/978-3-658-26344-7_9
Reisigl, M. (2024). Sprache – Macht – Geschlecht. https://doi.org/10.7892/BORIS.8177

White Fragility
Was bedeutet „White Fragility“?
Robin DiAngelo hat den Begriff White Fragility (Weiße Fragilität) geprägt. Der Begriff steht im Zusammenhang mit Rassismus.
Weiße Fragilität ist die Abwehrreaktion von weißen Menschen, die mit Rassismus konfrontiert werden (DiAngelo, 2020, S. 26). Es ist jedoch weitaus mehr als nur eine bloße Abwehrreaktion oder Gejammer: Es ist das Ergebnis weißer Sozialisation in die weiße Vorherrschaft und ein Mittel, diese zu schützen, aufrechtzuerhalten und zu reproduzieren (DiAngelo, 2020, S. 162).


Wie kommt es dazu?
Weiße Menschen dominieren die Gesellschaft und müssen deshalb nur selten Unbehagen und Unannehmlichkeiten betreffend ihre „Rasse“ erleben. Dies führt dazu, dass keine Belastbarkeit entwickelt wurde. Das tief verinnerlichte Überlegenheitsgefühl, das anerzogen wurde, ist nicht bewusst oder kann nicht eingestanden werden. Daher folgt in Gesprächen, wenn es um „Rasse“ und Rassismus geht, eine empfindliche Reaktion. Eine Infragestellung der rassenbezogenen Weltsicht wird als Angriff auf das Selbstverständnis, zu den guten moralischen Menschen zu zählen, gewertet. Die kleinste Konfrontation mit Rassismus ist unerträglich (DiAngelo, 2020, S. 26).

Abwehrreaktionen
Gefühle
wütend, bloßgestellt, angegriffen, beschämt, schuldig, gekränkt, verurteilt, eingeschüchtert, empört
Verhalten
weggehen, weinen, emotionaler Rückzug, schimpfen, leugnen, Fokussierung auf Intentionen, vermeiden, Wunsch nach Absolution.
Behauptungen
„Ich kenne Menschen of Color.“ „Das weiß ich schon alles.“ „Sie kennen mich doch gar nicht.“ „Da bin ich anderer Ansicht.“ „Das ist nur Ihre Meinung.“ „Ich fühle mich nicht sicher.“ „Das Problem ist Ihr Ton.“ „Ich kann einfach nichts Richtiges sagen.“ „Sie verhalten sich rassistisch mir gegenüber.“ usw.
(DiAngelo, 2020, S. 168)
Warum Abwehrreaktion?
Mit den Abwehrreaktionen versuchen weiße Menschen, ihr inneres Gleichgewicht wiederherzustellen und somit ihre Dominanz in der Rassenhierarchie aufrechtzuerhalten. Es ist ein Mittel der Machtausübung und der Aufrechterhaltung von Privilegien (DiAngelo, 2020, S. 26). Die Reaktionen helfen den Betreffenden, den eigenen moralischen Charakter gegen den empfundenen Angriff zu schützen und die Schuld an andere abzugeben (DiAngelo, 2020, S. 157).
Opfer
Oft sehen sich weiße Menschen als Opfer, die angegriffen, heruntergeputzt und beschuldigt werden. Sich als Opfer darzustellen ist eine Form der Selbstverteidigung. Die Selbstverteidigung funktioniert dabei auf mehreren Ebenen:
• Sie geben anderen, die weniger gesellschaftliche Macht haben, die Schuld an ihrem Unbehagen.
• Sie verfestigen rassistische Bilder, indem sie sich als Opfer antirassistischer Bemühungen darstellen und deshalb nicht als Nutznießer*innen des Weißseins gelten.
• Mit der Behauptung, dass sie Opfer sind, lenken sie die Aufmerksamkeit auf sich und erhalten dadurch Ressourcen (Zeit und Aufmerksamkeit), um mit der vermeintlich schlechten Behandlung fertig zu werden (DiAngelo, 2020, S. 158).

Schikane
Laut DiAngelo (2020, S. 162) funktioniert weiße Fragilität wie Schikane. Weiße Menschen machen es dem Gegenüber sehr schwer, fast unmöglich, in den Austausch zu gehen, indem sie es erschweren, zur Rede gestellt zu werden, sodass sich das Gegenüber zurückzieht, aufgibt und das Thema nie wieder anspricht. Dies sorgt dafür, dass Menschen of Color auf ihrem „Platz“ bleiben und nicht aus der Reihe tanzen.
Funktionen weißer Fragilität
• „Solidarität unter Weißen aufrechterhalten
• Selbstreflexion ausschließen
• die Realität von Rassismus banalisieren
• die Diskussion beenden
• Weiße als Opfer darstellen
• das Gespräch an sich reißen
• eine beschränkte Weltsicht aufrechterhalten
• das Thema „Rasse“ für erledigt halten
• weiße Privilegien schützen
• auf den Überbringer / die Überbringerin der Botschaft fokussieren statt auf die Botschaft
• Weißen mehr Ressourcen verschaffen“ (DiAngelo, 2020, S. 172)


Was tun dagegen?
Ein Mittel gegen die weiße Empfindlichkeit ist es, die Belastbarkeit zu stärken und das verursachte Leid durch Rassismus anzuerkennen sowie keine Bedingungen zu schaffen, unter denen Menschen of Color andauernd das Leugnen bestätigen müssen (DiAngelo, 2020, S. 178). Statt die Art und Weise einer Aussage in den Mittelpunkt zu stellen und sie als Vorwand zu nutzen, um deren Inhalt abzuwerten oder sich nicht damit auseinanderzusetzen, sollte der Fokus auf der Botschaft liegen. Entscheidend ist, sich auf das Gesagte zu konzentrieren und nicht auf die Person, die es äußert. Der Inhalt und die zentrale Aussage sollten in den Vordergrund gerückt werden, insbesondere im Hinblick darauf, welchen Beitrag sie zur eigenen Reflexion und persönlichen Weiterentwicklung leisten können (DiAngelo, 2020, S. 179).

Fazit
Weiße Fragilität beschreibt nach Robin DiAngelo Abwehrreaktion weißer Menschen gegenüber der Auseinandersetzung mit Rassismus. Sie dient dem Schutz des eigenen moralischen Selbstbildes sowie der Aufrechterhaltung bestehender Macht- und Privilegienstrukturen. Die daraus resultierenden emotionalen und verhaltensbezogenen Reaktionen erschweren einen offenen Dialog und verlagern den Fokus weg von den Erfahrungen von Menschen of Color. Um weiße Fragilität zu überwinden, bedarf es der Bereitschaft zur Selbstreflexion, zur Anerkennung rassistischer Realitäten und zur Entwicklung von Belastbarkeit im Umgang mit rassismuskritischer Kritik.
Quellen
DiAngelo, R. (2020). Wir müssen über Rassismus sprechen. Was es bedeutet, in unserer Gesellschaft weiss zu sein(1.Auflage). Hoffmann und Campe.


Themen
Wir arbeiten zu den folgenden Themen:
Sprache ist Macht
Solidarische Stadt
Migration
Rassismus
Menschenrechte
Unten findest du mehr Informationen
Mandate
Kategorie: Sprache / Spracherwerb / Kommunikation
Flächendeckender Zugang zu qualitativ hochwertigen Deutschkursen
Mandat: Allen Menschen mit Migrationsgeschichte haben – unabhängig vom Aufenthaltsstatus – kostenlosen und wohnortnahen Zugang zu Deutschkursen.
Begründung: Sprache ist der Schlüssel zur Teilhabe an Bildung, Arbeitswelt und Gesellschaft.
Alltagsunterstützung beim Spracherwerb systematisch fördern
Mandat: Förderprogramme für ehrenamtliche Sprachtandems und Sprachpatenschaften in Schulen, Gemeinden und Vereinen.
Begründung: Sprache wird nicht nur im Kurs gelernt, sondern vor allem im Alltag.
Kategorie: Interkultureller Austausch / Gesellschaftliches Zusammenleben
Gesellschaftliche Verantwortung stärker betonen
Mandat: Integration ist gemeinsame Aufgabe u.a. von Gemeinden, Bildungseinrichtungen und öffentlichen Diensten.
Begründung: Integration gelingt nur, wenn auch die Aufnahmegesellschaft ihren Beitrag leistet – durch Offenheit, Unterstützung und Engagement.
Nachhaltige Finanzierung von Begegnungsprojekten
Mandat: Interkulturelle Begegnungsprojekte (z. B. in Sportvereinen, Schulen, Nachbarschaftsinitiativen) erhalten regelmäßige Förderung.
Begründung: Direkter Kontakt baut Vorurteile ab und schafft Vertrauen zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft.
Interkulturelle Bildung ausbauen
Mandat: Interkulturelle Bildung ist in Lehrplänen und Fortbildungen für Lehrkräfte verankert, Diversität im Personalbestand wird gefördert.
Begründung: Aufklärung über Kulturen, Geschichte und Lebensrealitäten fördert Respekt, verhindert Vorurteile und stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Kulturelle Vielfalt in Medien und öffentlichen Einrichtungen sichtbar machen
Mandat: Öffentlich-rechtliche Medien und geförderte Projekte bilden migrantische Perspektiven ab.
Begründung: Wer sich in Medien wiederfindet, fühlt sich anerkannt – das fördert Zugehörigkeit und gegenseitiges Verständnis.
Offenheit und interkulturelles Interesse in der Bevölkerung stärken
Mandat: Kampagnen und Bildungsprogramme für interkulturelle Kompetenz und Antirassismus.
Begründung: Respekt und echtes Interesse an anderen Kulturen entstehen nicht von selbst – sie brauchen Raum, Bildung und Vorbilder.
Zivilcourage stärken – Rassismus bekämpfen
Mandat: Ausbau von Antidiskriminierungsstellen, verpflichtende Bildungsangebote für Schulen und Polizei, Unterstützung für Zivilcourage-Initiativen.
Begründung: Integration kann nur gelingen, wenn Ausgrenzung und Diskriminierung keinen Platz haben – dafür braucht es klare gesetzliche und gesellschaftliche Signale.
Soziales Miteinander aktiv ermöglichen
Mandat: Begegnungsräume wie Buddy-Projekte und interkulturelle Freizeitangebote werden gezielt gefördert.
Begründung: Gemeinsame Erlebnisse sind der Schlüssel für soziale Teilhabe und gegenseitige Anerkennung.
Soziale Durchmischung im Wohnbereich fördern
Mandat: Durchmischte Wohnquartiere durch gezielte Wohnbauförderung und flexible Vergaberichtlinien.
Begründung: Durchmischte Wohnviertel vermeiden Segregation, fördern Alltagsbegegnungen und stärken das soziale Miteinander.
Kategorie: Bildung / Arbeitsmarkt
Anerkennung und Förderung von Mehrsprachigkeit
Mandat: Mehrsprachigkeit ist in Bildungseinrichtungen als Ressource anerkannt (z. B. muttersprachlicher Unterricht, mehrsprachige Materialien).
Begründung: Mehrsprachigkeit ist ein Vorteil – nicht ein Defizit – und stärkt kulturelles Verständnis und Teilhabe.
Bildungsgerechtigkeit und Vielfalt im Bildungssystem stärken
Mandat: Schulen arbeiten an interkulturellen Projekten, mit mehrsprachigem Personal und Antidiskriminierungstrainings.
Begründung: Bildung ist ein zentrales Werkzeug für Integration und soziale Gerechtigkeit.
Faire Chancen am Arbeitsmarkt sichern
Mandat: Qualifikationen werden unbürokratisch Anerkannt, gezielte Weiterbildungen werden gefördert, Antidiskriminierungsgesetze fördern Fairness am Arbeitsmarkt.
Begründung: Erwerbstätigkeit sichert Teilhabe, Selbstständigkeit und Perspektive.
Kategorie: Partizipation / Gesellschaftliche Mitbestimmung
Politische und gesellschaftliche Mitbestimmung ermöglichen
Mandat: Kommunales Wahlrecht für dauerhaft in Österreich lebende Drittstaatsangehörige, Partizipation in lokalen Gremien.
Begründung: Menschen, die hier leben, sollen auch mitgestalten dürfen. Demokratische Teilhabe fördert Zugehörigkeit und Verantwortung.
Zugang zu freiwilligem Engagement erleichtern
Mandat: Rechtliche Hürden für Nicht-Staatsbürger*innen im Ehrenamt abbauen, inklusive Beteiligungsprojekte fördern.
Begründung: Engagement stärkt das Gemeinschaftsgefühl, schafft Kontakte und fördert Integration durch aktive Teilnahme am gesellschaftlichen Leben.
Freiwilligenarbeit und Zivilgesellschaft stärker unterstützen
Mandat: Finanzielle und organisatorische Unterstützung von zivilgesellschaftlichen Initiativen.
Begründung: Zivilgesellschaftliche Initiativen leisten zentrale Arbeit bei der sozialen Integration und verdienen Anerkennung und Förderung.
Kategorie: Sonstige
Psychosoziale Unterstützung barrierefrei gestalten
Mandat: Psychologische und psychosoziale Angebote mit Dolmetschunterstützung sind ausreichend zugänglich.
Begründung: Viele Menschen bringen belastende Erfahrungen mit – psychische Gesundheit ist Voraussetzung für soziale Integration und ein gutes Leben.
Interdisziplinäre Zusammenarbeit fördern
Mandat: Bund, Länder, Gemeinden, NGOs, Schulen und Gesundheitsdienste kooperieren.
Begründung: Integration ist ein Querschnittsthema – sie gelingt nur, wenn alle Akteure zusammenarbeiten und Maßnahmen ineinandergreifen.
Faire Asylverfahren und verbesserte Aufenthaltsbedingungen
Mandat: Transparente, zügige Asylverfahren; Lockerung von Wohnsitzauflagen zur Unterstützung von Integration.
Begründung: Unsicherheit und Einschränkungen verhindern Integration und Perspektivaufbau.
Gesellschaftliche Verantwortung stärker in den Mittelpunkt rücken
Mandat: Politische Entscheidungsträger*innen betonen in allen Integrationsstrategien, dass Integration eine gemeinsame Aufgabe ist – mit verbindlichen Maßnahmen für Gemeinden, Bildungseinrichtungen und öffentliche Dienste.
Begründung: Integration gelingt nur, wenn auch die Aufnahmegesellschaft ihren Beitrag leistet – durch Offenheit, Unterstützung und Engagement.
Themen

Migration
Wie Blumen, die an unerwarteten Orten blühen, entfaltet sich jede Geschichte mit Schönheit und Widerstandsfähigkeit

Sprache ist Macht
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Rassismus
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